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17.9.2009
Jugendraum geschlossen

Artikel aus SÜDWEST AKTIV in der NWZ Göppingen
von Christa Hermann

Gemeinde Wäschenbeuren verlängert Vertrag mit Rupert-Mayer-Haus nicht.
Der dem Rupert-Mayer-Haus abgeschlossene Betreuungsvertrag wurde nicht mehr verlängert – der Jugendraum in Wäschenbeuren ist geschlossen.

Wäschenbeuren

Wie es mit der offenen Jugendarbeit in Wäschenbeuren weitergehen könnte, scheint derzeit noch völlig offen zu sein. Der vor einigen Jahren im Untergeschoss des Rathauses eingerichtete Jugendraum scheint wohl unter keinem allzu guten Stern zu stehen, denn immer wieder scheitern die Versuche zum Angebot einer offenen Jugendarbeit. Auch der Versuch ein Angebot für Jugendliche mit Unterstützung des Jump-Projektes des Landkreises durch eine pädagogisch qualifizierte Fachkraft betreuen zu lassen, scheint offensichtlich nicht den von der Gemeinde gewünschten Erfolg gebracht zu haben. Der mit dem Rupert-Mayer-Haus für den Zeitraum eines Jahres abgeschlossene Betreuungsvertrag über eine fünfstündige Betreuung pro Woche wurde seitens der Gemeinde nicht verlängert. Der Jugendraum ist daher seit kurzem geschlossen.

Im Wäschenbeurener Gemeinderat wurden nun Stimmen laut, die Lösungsansätze für eine Fortsetzung einer offenen Jugendarbeit verlangen. CDU-Gemeinderätin Claudia Merkt-Heer erkundigte sich, weshalb in dieser Frage „nichts passiere“. Sie selbst habe an das Jump-Projekt große Erwartungen gerichtet, allerdings sei während der Betreuung durch das Rupert-Mayer-Haus „nichts passiert“, so ihre Kritik. Wenn die Gemeinde Geld investiere, dann wolle man ja schließlich sehen, dass etwas geschehe. Es seien aber am Ende des Projektzeitraumes von anfänglich 15 bis 20 Besuchern meist nur noch etwa 5 Kinder in den Jugendraum gekommen, präzisiert sie ihre Kritik. Ihre Gemeinderatskollegin Heidi Binder-Leibold von der FWV-Fraktion teilt diese Kritik in einer Stellungnahme allerdings nur bedingt. Immer wieder, so berichtet sie, seien Stimmen laut geworden, die verlangten, dass verlangten, dass während der vierstündigen Öffnungszeit des Jugendraums zusätzliche Ziele hätten umgesetzt werden sollen, die allerdings nur von einer Fachkraft mit einer 100-Prozent-Stelle hätten geleistet werden können.

Kritik kam auch von Elisabeth Käfer unterstützt wird, die dem eigens gebildeten Arbeitskreis angehört, der sich mit dem Thema „Offene Jugendarbeit“ in Wäschenbeuren beschäftigt. Seit diesem Frühjahr habe man vergeblich versucht das Thema im Gemeinderat nochmals vorzustellen, damit der Vertrag weiterlaufen und die Arbeit mit der Schulsozialarbeit hätte verzahnt werden können. Es seien zwei geplante Termine aus Zeitgründen abgesagt und der Arbeitskreis und der Mitarbeiter wieder ausgeladen worden. Aus diesem Grunde ärgere essie daher besonders, dass der Vertrag nun stillschweigend ausgelaufen sei. Die Mitglieder des Arbeitskreises seien derzeit noch unsicher, wie sie in dieser Sache weiter vorgehen würden – man werde sich aber in Kürze treffen und alles besprechen, berichtet sie.



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